Einmal im Glas, überrascht der Cider
mit der Optik eines schönen naturtrüben Apfelsaftes. Wo andere
ihren Cider bis zu goldglänzender Klarheit zu Tode filtrieren,
bleibt hier alles ursprünglich naturbelassen.
Was sagt die Nase? Wie Dittmeiers
Valensina früher! Hier spricht die Frucht, und das laut. Kräftig,
frisch, fruchtig, apfelig. Dass es sich um etwas Stärkeres als
Apfelsaft handelt, macht das leicht vergorene, eher an sauren
Äppelwoi erinnernde Aroma deutlich.
Diesen Eindruck weiß der Geschmack zu
bestätigen. Hier geht es trocken, sauer und erfrischend zu. Wer eher
auf „Sauer g'spritzten“ aus Hessen als auf britisch-irischen
Cider steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Und wer gerne mal
kraftvoll in ein knackiges Stück heimisches Obst – frisch vom Baum
– beißt, sowieso.
Der Abgang kribbelt angenehm und die
frische, saure Paradiesfrucht zeigt nochmal, wo der Apfel das
Kerngehäuse hat.
Eine wirklich gute Idee von den
Läuterwerkern, die besten Äpfel aus Nachbars Garten zu stibitzen
und zu zeigen, dass Cider nicht immer klebrig süß sein muss,
sondern auch mal eine kernige Säure verträgt. Für dieses
kernobstige Gebräu gibt es 4,3 von 5 Bembeln.
Name: Läuterwerk Cider – Deckerts
Bester
Stil: Cider, nicht pasteurisiert,
unfiltriert
Alkoholgehalt: 5% Alc.
Stammwürze: 13° Plato
Zutaten: Apfelsaft, Hefe
Preis: ca. 3 Euro/0,33l
Brauerei:
Läuterwerk GmbH
Hammer Str. 371
48153 Münster
www.laeuterwerk.de
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