Auch der Nase weiß
das Ur-Alt zu schmeicheln, eine schöne, altbiertypische Säure,
fruchtig, würzig, leicht hopfig... ja, das riecht nach mehr, riecht
nach einem vollmundigen, voluminösen Bier.
Der erste
geschmackliche Eindruck bringt den Hopfen stärker zur Geltung, wobei
die herbe Hopfigkeit nach einigen Schlücken deutlich weniger
wahrgenommen wird, dann wird es angenehm malzig, man schmeckt
Getreide, das Ganze geht leicht ins Brotige, fühlt sich aber
trotzdem recht leicht an.
Wäre dieses Ur-Alt ohne den Zusatz von
Hopfenextrakt gebraut, hätte es sicherlich Potential zum
Lieblingsbier für gemütlich-rustikale Momente, so bleibt aber
leider – im wahrsten Sinne des Wortes – ein bitterer
Nachgeschmack.
Leider nur 3 von 5 wehmütig
schäumenden Humpen, die der guten alten Zeit vor der Verwendung von
Hopfenextrakten nachtrauern.
Übrigens gelingt den Braumeistern von
Bolten – obwohl auch hier Hopfenextrakt eingesetzt wird – das
normale Alt noch eine Spur besser. Hierzu aber bald mehr in einem
eigenen Eintrag.
Name: Bolten Ur-Alt
Brauart: obergärig, Reinzuchthefe
belassen
Stil: dunkles Alt, unfiltriert,
naturtrüb
Alkoholgehalt: 4,9% Alc.
Stammwürze: keine Angabe
Empfohlene Trinktemperatur: keine
Angabe
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz,
Weizenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Bolten-Hefe
Preis: ? / 1l Bügelflasche (Danke
Patrick – ein schönes Weihnachtsmitbringsel!)
Brauerei:
Privatbrauerei
Bolten GmbH & Co. KG
41352
Korschenbroich
http://www.brauerei-bolten.de
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